Zenit – Die Welt von Rom aus gesehen

Schwachsinn regiert die Welt, zumindest die katholische Welt wird aus dem Vatikan in Rom regiert und das kommt dem fast gleich.

Alle Wege führen nach Rom, und so auch die des Internet. In diesem Sinne landete ich auf der Seite von „Zenit – Die Welt von Rom aus gesehen“. Ein Sprachrohr des reinen christlich-katholischen Glaubens, deren Mitarbeiter überzeugt sind „dass die Botschaft der katholischen Kirche und insbesondere ihre Soziallehre ein außerordentlicher Schatz ist und ein Licht, das die Gegenwart verstehen hilft.“

Licht ist immer gut, klingt nach Erkenntnis, die den menschlichen Geist voranbringt, Bewusstsein schaffft usw. usf.

Da habe ich doch gleich die Probe aufs Exempel gemacht und aus persönlicher Betroffenheit heraus nach Artikeln zum Thema Homosexualität gesucht, auf dass sie mich erleuchteten. („Psst, Luzifer, Du böser Schlingel!“)

Und ich lese eine relativ jungen Beitrag aus dem Dezember 2008 – im Sinne göttlicher Ewigkeit ist das jung- mit der Überschrift „Vatikan ist gegen jede Diskriminierung von Homosexualität„. Wenn das nicht eine frohe Botschaft ist!

Aber die Unterüberschrift gibt mir zu denken: „Die gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften können niemals rechtlich als Ehe anerkannt werden“

OK, an Ehe habe ich persönlich noch nicht wirklich ernsthaft gedacht. Ich finde Beziehung schön, aber für mich muss es nicht gleich das klassiche Ehemodell sein. Aber vielleicht ändert sich meine Einstellung ja noch und auch die meines Freundes und dann wäre der Hafen der gleichberechtigten Ehe doch ein schönes Hintertürchen, dass ich offenhalten wöllte. So wie es die mehr oder weniger tragisch heterosexuell verlangten Mitmenschen ja auch machen.

Gleiche Rechte für alle, bei den Pflichten werde ich schließlich auch nicht diskrimiert.

Aber wen interessiert schon meine persönliche Lebensplanung, daher weiter zur aktuellen, offziellen katholischen Auffassung.

Der Pressesprecher des Vatikans Pater Frederico Lombardi (ein Jesuit!) schlägt zunächst einen sehr menschelnden Ton an: „Die Kirche bestehe auf dem Respekt der Rechte und der Würde jedes Menschen und habe sich „ausdrücklich in Bezug auf Homosexualität gegen jede Diskriminierung ausgesprochen„, und Menschen wie mir sei „mit Achtung Mitleid und Takt zu begegnen“.

Mir kommen fast die Tränen. Mitleid ist so das Letzte was ich mir in diesem Zusammenhang wünsche.

Aber das Menscheln hört schon kurz nach dem Mitleid auf, denn „zugleich (seien) sexuelle Akte zwischen Personen des gleichen Geschlechts als „schlimme Abirrung“ zu bezeichnen und eine Initiative des EU-Ratspäsidenten bei den Vereinten Nationen zur Aufhebung aller Gesetze und Haltungen, die Homosexuelle kriminalisieren und diskriminieren, kann auf die Unterstützung der katholischen Kirche nicht hoffen, weil „eine kombinierte Vorlage der Dekriminaliserung von Homosexualität mit der Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften für die Katholische Kirche unannehmbar sei.“

Heißt doch im Klartext, hinieden sollte man uns nicht schlagen oder einsperren, soweit reicht das Mitleid mit uns armen fehlgeleiteten Geschöpfen schon.

Wir sind hier nur auf Bewährung. Wenn wir nur schön artig sind und keine anderen Männer anfassen, dann haben wir sogar die Chance, in den Himmel zu kommen. Und bevor das heilige Sakrament der Ehe durch uns beschmutzt wird, verfolgt man unsere Verfolger auch nicht.

Wie können wir bei den schlagenden Argumenten nur auf den Gedanken kommen, auch noch heiraten zu dürfen.

Danke Zenit für die Aufklärung. Dermaßen katholische Schwachsinnsdialektik spricht für sich.

(Komm Luzifer lass uns abirren! 😉 )

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