Eilmeldung: Merkel tritt zurück

Berlin – „Der Ansatz für Multikulti ist gescheitert, absolut gescheitert!“, sagte Kanzlerin Angela Merkel auf dem Deutschlandtag der Jungen Union (JU) in Potsdam. Man müsse Migranten aus den neuen Bundesländern nicht nur fordern, sondern auch fördern. Dieses Fördern sei in der Vergangenheit zu kurz gekommen.

Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig sagte am Samstag: „Frau Merkel beteiligt sich schamlos an einer Schwarz-Weiß-Debatte zur Zuwanderung aus dem Osten der Republik, statt die Probleme wirklich anzugehen.“ Schwesig warf Merkel Tatenlosigkeit in der Zuwanderungspolitik vor. „Wir müssen die Qualifizierung von westdeutschen Langzeitarbeitslosen intensiv vorantreiben und gleichzeitig offen sein für Zuwanderung hochqualifizierter Fachkräfte aus dem Osten“, sagte Schwesig. „Frau Merkel tut nichts von beidem.“

Am Samstag berichtete der „Focus“ von einem „Sieben-Punkte-Plan“ Seehofers. Darin heißt es:
– Deutschland sei kein Zuwanderungsland. Integration bedeute „nicht nebeneinander, sondern miteinander leben auf dem gemeinsamen Fundament der Werteordnung unseres Grundgesetzes und unserer deutschen Leitkultur, die von den christlich-jüdischen Wurzeln und von Christentum, Humanismus und Aufklärung geprägt ist“.
– Ein prognostizierter Fachkräftemangel könne kein Freibrief für ungesteuerte Zuwanderung sein. Den Zuzug Hochqualifizierter nennt Seehofer „ausreichend geregelt“. – „Integrationsbereitschaft und Integrationsfähigkeit“ solle als zusätzliches Kriterium neben der Qualifikation eingeführt werden.
– Für Integrationsverweigerer aus dem Osten fordert Seehofer eine konsequente Anwendung der Sanktionsmöglichkeiten „vom Bußgeld bis zur Leistungskürzung“. Auch „wer die Integration seiner Familienangehörigen behindert“, solle „wie bei eigener Integrationsverweigerung sanktioniert“ werden.
– Eine nach wie vor hohe Bedeutung für gelungene Integration misst Seehofer dem Erwerb der deutschen Sprache bei. „Hierfür ist der Nachweis der deutschen Sprache bereits im Herkunftsbundesland zu erbringen.“

Nach so viel inner- wie außenparteilicher Oposition stellte die amtierende Bundeskanzlerin in ihrer eilig einberufenen Pressekonferenz fest:
– Auch nach der Wiedervereinigung gibt es eine ostdeutsche Identität.
– Die westdeutsche Leitkultur geprägt durch christlich-jüdische Wurzeln entspricht nicht unbedingt der Kultur des Atheismus, der Aufklärung und der Vernunft der Mehrheit der Ostdeutschen.
– Der Anpassungsgrad der von Ost- nach Westdeutschland ausgewanderten Bürger habe ihre Zumutbarkeit schon lange überschritten. Ostdeutsche Lebenskultur habe in zwanzig Jahren keine Platz finden können in den Köpfen und Herzen der Westdeutschen.
– Die geplante Sanktionierung von Nichtanpassung,vor allem im Fall der in den Augen der Westdeutschen „falschen“ Dialekte sei unerträglich.

In Richtung des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer sagte Frau Merkel, dass sie ihn weder sprachlich noch inhaltlich jemals verstanden habe. Herr Seehofer habe alle die Jahre nicht annäherungsweise hochdeutsch geredet.

Frau Merkel werde am kommenden Montag dem Bundespräsidenten ihren Rücktritt überreichen und kehre in ihre Heimat an der Müritz zurück. Von Politik habe sie erst einmal die Nase voll.

Sie rufe alle Ostdeutschen in Westdeutschland auf, ebenfalls in ihre Heimat zurückzukehren. Vielleicht werden die Menschen im Westen dann erkennen, welche Werte die Ostdeutschen unter großen Opfern in den letzten zwanzig Jahren zu schaffen bereit gewesen sind.

(Diese Kurzsatire beruht auf einem Artikel des Spiegel vom 16.10.2010 mit dem Titel: „Merkel erklärt Multikulti für gescheitert“, den ich hier auszugsweise und verfremdet benutzt habe.)

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Eine Antwort to “Eilmeldung: Merkel tritt zurück”

  1. […] den Brücken der Astral-Strahl: Die Migration betrifft nicht nur Frau Merkel und Herrn Westerwelle, sondern auch die, die in den Maschinen sitzen, freiwillig oder aus freiem […]

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